Weiterbildung "Vereinsarbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund"

Die MitMachZentrale Vorpommern-Rügen bietet am 24. November 2017 um 16:00 - 20:00 Uhr eine Weiterbildung zum Thema "Vereinsarbeit mit ...

mehr lesen

Richtlinie Integrationsfond veröffentlicht

Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern hat die Richtlinie Integrationsfond veröffentlicht. Gefördert werden Projekte, ...

mehr lesen

© 2013 Landkreis VR

Stiftungsgründung

Wenn eine Gruppe von Akteuren sich engagiert und etwas in Ihrer Umgebung bewegen wollen, dann bildet die gemeinsame Gründung einer Stiftung einen geeigneten und nachhaltigen Weg.

Eine Stiftung ist eine Einrichtung, die mittels Vermögen einen in der Regel gemeinnützigen Zweck erfolgt, der bei Stiftungsgründung festgelegt wird. 
Dabei ist zu beachten, dass das Stiftungskapital immer in seiner Substanz erhalten bleiben muss. Nur die Erträge des Kapitals und zusätzliche Zuwendungen (z. B. Spenden) dürfen verwendet werden.

Der Begriff "Stiftung" steht für eine Vielzahl von Rechtsformen. Eine davon ist die rechtsfähige Stiftung. Dazu gehören die Gemeinschaftsstiftungen und Bürgerstiftungen.

Gemeinschaftsstiftungen werden von vielen Bürgern für einen bestimmten gemeinnützigen Zweck gegründet. In den Bereichen wie z. B. Sport, Kultur, Naturschutz oder Soziales stiften viele Menschen gemeinsam, um ihre Engagements auf eine sichere finanzielle Basis stellen zu können. Entsprechend vielfältig zu den Zwecken entwickeln sich diese nachhaltigen Institutionen auch in den neuen Bundesländern.

Im Gegensatz zur Gemeinschaftsstiftung ist der Zweck bei der Bürgerstiftung sehr breit gefächert. Daher ist diese Art der Stiftung im Bereich des bürgerlichen Engagements am geeignetsten. Sie engagiert sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geographisch begrenzten Raum und ist in der Regel fördernd und operativ für alle Bürger Umfeldes tätig.


Sieben Schritte zur Stiftungsgründung

1. Zweckbestimmung

Bestimmen Sie, welcher Stiftungszweck Ihnen am Herzen liegt. Für einen speziellen Zweck (z. B. Unterstützung eines Theaters, Förderung einer Kirche) eignen sich Gemeinschaftstiftungen. Für das Gemeinwesen empfiehlt sich die Gründung einer Bürgerstiftung. Die Bestimmung des Zwecks muss schriftlich erfolgen.

 

2. Stiftungskapital

Bei den Gemeinschafts- und Bürgerstiftungen wird das Kapital von mehreren  Stiftern begründet. Überlegen Sie, mit welchem Vermögen die Stiftung ausgestattet sein soll. Auch wenn es keine gesetzliche Bestimmungen gibt, wird regelmäßig ein Betrag von mindestens 100.000 € als notwendig zur Errichtung einer selbstständigen Stiftung angesehen. Dies hängt vom Zweck der Stiftung ab, da dieser nur durch die Erträge des Stifungskapitals gefördert werden kann. Bei besonders starken persönlichen  Engagements wurden auch schon ein geringerer Grundstock des Stiftungskapitals anerkannt. Unterhalb der Summe von 100.000 € können die Stifter beispielsweise über eine Treuhandstiftung aktiv werden.  Das anfängliche Kapital muss schriftlich festgehalten werden.

 

3. Satzung

Durch das Stiftungsgeschäft muss die Stiftung eine Satzung mit folgenden Regelungen erhalten:

  • den Namen der Stiftung,
  • den Sitz der Stiftung,
  • den Zweck der Stiftung,
  • das Vermögen der Stiftung und
  • die Bildung des Vorstandes der Stiftung

Des Weiteren kann die Satzung weitere Inhalte enthalten, z. B.:

  • etwaige weitere Organen der Stiftung,
  • Anzahl, Berufung, Amtsdauer und Abberufung der Organmitglieder,
  • Geschäftsbereiche und Vertretungsmacht der Stiftungsorgane,
  • Einberufung, Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung der Stiftungsorgane,
  • Beurkundung von Beschlüssen der Stiftungsorgane,
  • Rechte derer, die durch die Stiftung bedacht sind,
  • mögliche Erhöhung des Stiftungsvermögens bzw. Rücklagenbildung,
  • Auslagenersatz oder Aufwandsentschädigungen der Organmitglieder,
  • denkbare Anpassung oder Änderung der Satzung, insbesondere des Zweckes und
  • Vermögensanfall nach eventueller Auflösung der Stiftung.

4. Stiftungsaufsicht und Finanzbehörde

Schicken Sie die Entwürfe des Stiftungsgeschäfts und der Stiftungssatzung an die Stiftungsaufsicht und die Finanzbehörde.

Zuständige Stiftungsaufsicht für das Land Mecklenburg-Vorpommern ist:

Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 3, Referat 390
Puschkinstraße 19 - 21
19055 Schwerin
Telefon: +49 (385) 588-3391
Fax: +49 (385) 588-4823391
E-Mail: jutta.penz@im.mv-regierung.de

Die Stiftungsaufsicht überprüft, ob die Satzung dem Stiftungsrecht entspricht und anschließend, ob die Stiftungsarbeit die Vorgaben der Satzung erfüllt.

 

5. Antrag auf Anerkennung

Nachdem Sie Stiftungsgeschäft und die Stiftungssatzung nach den Vorgaben der Stiftungsaufsicht geändert haben, reichen Sie diese zusammen mit dem Antrag auf Anerkennung der Stiftung bei der Aufsichtsbehörde ein (bei kirchlichen Stiftungen ist das Einvernehmen mit der kirchlichen Stiftungsaufsicht herbeizuführen).

 

6. Anerkennungsurkunde

Die Stiftung wird mit dem Empfang der Anerkennungsurkunde rechtskräftig. 

 

7. Freistellungsbescheinigung

Beantragen Sie beim zuständigen Finanzamt die vorläufige Freistellungsbescheinigung für Ihre gemeinnützige Stiftung. 

Unterstützung bei der Gründung einer Stiftung erhalten Sie bei der Stiftungsinitiative Ost.

 

Kontakt:
Stiftungsinitiative Ost 
Haus Deutscher Stiftungen
Mauerstraße 93
10117 Berlin
Telefon: +49 (30) 89 79 47 90
Fax: +49 (30) 89 79 47 91

© 2013 Landkreis VR